02. Februar 2017

Reflexion und Selbstbindung: Was Deutschland mit den Leitlinien gewinnen kann

von Jörn Grävingholt

Was wird aus den Ideen des PeaceLab2016, wenn die Leitlinien für Krisenengagement und Friedensförderung dieses Frühjahr von der Regierung beschlossen worden sind? Es bedarf institutioneller Vorkehrungen, insbesondere durch die verantwortlichen Ressorts: Erstens, um den wichtigen Diskurs weiterzuführen, der mit dem Prozess angestoßen wurde. Zweitens, um die Friedenswirkungen unseres Handelns in allen Politikfeldern mitzubedenken. Weiterlesen »


31. Januar 2017

Die Förderung von Rechtsstaatlichkeit: Nachhaltige Krisenprävention im deutschen Interesse

von Matthias Kötter

Deutsche Beiträge zur Rechtsstaatlichkeit werden in Konfliktregionen vielfach nachgefragt und bilden eine Leitidee deutscher Außenpolitik. Gerade deswegen sollte die Rechtsstaatsförderung konzeptionell stärker im deutschen Krisenengagement verankert, kontinuierlich evaluiert und in den Leitlinien priorisiert werden. Weiterlesen »


19. Januar 2017

Nur mit Kontext und Akteuren: Damit Instrumente auch so wirken, wie sie sollen!

von Miriam M. Müller

Krisenengagement muss von den Zielen her gedacht werden: Wo Instrumente zum Selbstzweck werden, kann mehr Schaden als Nutzen entstehen. Strategische Konzeption, Monitoring und Evaluierung müssen deshalb ausgebaut und besser auf lokale Kontexte und Akteure ausgerichtet werden. Praxis- statt Politiktauglichkeit muss im Zentrum stehen. Weiterlesen »


12. Dezember 2016

Europäisch und abgestimmt: Zivile Krisenprävention und Konfliktbearbeitung als Markenkern unserer Außenpolitik

von Thorsten Frei

Die neuen Leitlinien müssen den Rahmen für ein eigenständigeres und besser vernetztes europäisches Handeln schaffen und ein Signal setzen für mehr Austausch zwischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik. Um zukünftig schnellere und besser abgestimmte Entscheidungen zu treffen, sollte die Bundesregierung den Ressortkreis Zivile Krisenprävention neu organisieren. Weiterlesen »


28. November 2016

Geduldige Zimmermannsarbeit: Den Dialog zwischen Friedensforschung und Politik produktiver gestalten

von Ulrich Schneckener

Die Leitlinien sollten das breite disziplinäre Spektrum der Friedens- und Konfliktforschung als Teil der „Friedens-Infrastruktur“ in Deutschland aufnehmen und die Rolle wissenschaftlicher Beratung bei der Umsetzung der Leitlinien bekräftigen. Wissenschaftlich begleitete Evaluierungen sowie eine jährliche „Peace-Review“-Konferenz könnten den stärkeren Austausch zwischen Wissenschaft und Politik fördern. Weiterlesen »


17. November 2016

Geographische Schwerpunktsetzung – einen Anfang wagen!

von Mathias Krämer

Deutschland sollte sich für eine klare geographische Prioritätensetzung im Krisenengagement auf nationaler und EU-Ebene einsetzen. Dafür muss die Bundesregierung gemeinsam ihre Interessen definieren und ein Gremium für einen regelmäßigen Austausch zur gemeinsamen Festlegung, Evaluierung und Anpassung von ihren Schwerpunkten schaffen. Weiterlesen »


20. Oktober 2016

Krisenprävention von den Zielen her denken

von Ursula Schröder

Ein friedenspolitischer Fokus im Bereich der Krisenprävention ist mehr als eine normative Positionierung. Er ist notwendige Voraussetzung einer nachhaltigen und globalen Sicherheitspolitik. Die Wahl der Instrumente und die Methoden ihrer Evaluation müssen der politischen Zielsetzung entsprechen, nicht umgekehrt. Weiterlesen »


06. Oktober 2016

Zivile Krisenprävention verbessern: Der Beitrag der Friedens- und Konfliktforschung

von Nicole Deitelhoff und Christopher Daase

Um nachhaltigen Erfolg in der zivilen Krisenprävention zu sichern, sollte die Bundesregierung systematischer auf das Wissen aus der Friedens- und Konfliktforschung zurückgreifen. Gleichzeitig müssen die Forscher ihr Wissen nutzerfreundlicher zur Verfügung stellen. Denn Forschung, die nicht für die Praktiker aufbereitet ist, wird von diesen einfach ignoriert. Weiterlesen »


30. August 2016

Keine Angst vor Evaluierungen!

von Andreas Wittkowsky

Gute Evaluierungen können die Wirksamkeit stabilisierender und friedensfördernder Interventionen steigern. Wichtig sind praxisorientierte Evaluierungsansätze, stringente Plausibilitätsüberlegungen und urteilsfähige Evaluatoren. Die neuen Leitlinien sollten ressortübergreifende Evaluierungsplanungen und –auswertungen stärken. Weiterlesen »


23. August 2016

Aus Erfahrung lernen: Transformationsprozesse als Lernprozesse verstehen

von Cornelia Brinkmann

Deutschland ist in ziviler Friedensförderung bereits gut aufgestellt, trotz Problemen bei Kohärenz, Koordination und Kooperation. Noch besser wäre es, Transformationsprozesse als Lernprozesse zu gestalten und die Erfahrungen der Friedensfachkräfte stärker zu berücksichtigen. Weiterlesen »


18. August 2016

Creating Fit-for-Purpose Peacebuilding Evaluation: Three Key Investments

by Andrew Blum

Monitoring and evaluation (M&E) processes for conflict prevention programs need to be adapted to their unstable and fluid contexts. Donors should build closer partnerships with implementers, provide adequate resources for (shared) data collection, and develop indicators to make credible long-term claims. Weiterlesen »


04. August 2016

Zutaten eines erfolgreichen Ansatzes: Ressortübergreifender Wille zum Handeln, Lernen, und Durchhalten

von Bodo von Borries

Die „neue Verantwortung Deutschlands in der Welt“ muss ziviler werden: Statt Stabilität zu reanimieren sollte Frieden Leitbild sein – dazu bedarf es politischer Spielräume für lokale Akteure, ehrlicher Bilanzierung, der Institutionalisierung von „trial and error“ und des präventiven Einsatzes von Integrationspolitik und Völkerstrafrecht. Weiterlesen »


02. August 2016

Krisenhäufung ohne Ende: Schneller besser werden!

von Winfried Nachtwei

Der Primat des Zivilen braucht mehr Muskeln und klare Orientierung. Den momentanen Krisenstürmen halten wir stand, wenn wir der VN-Friedenssicherung strategische Priorität geben, offen mit eigenen Begrenzungen wie Fehlern umgehen und anerkennen, dass Frieden und Bürgersicherheit zusammengehören. Weiterlesen »


28. Juli 2016

Die Konfliktbearbeitung muss militärische und zivile Mittel klarer trennen

von Corinna Hauswedell

Die deutsche Politik vermittelt den Eindruck, es sei doch alles ganz gut, was sie in den Bereichen Krisenprävention und Friedensförderung unternimmt. Doch mit mehr Geld alleine ist es nicht getan – die neuen Leitlinien müssen die Gretchenfrage Militär kritisch reflektieren und aus beigelegten Konflikten besser lernen. Weiterlesen »


27. Juli 2016

Krisenprävention weiter denken

von Philipp Rotmann

Die Krisenprävention muss raus aus ihrer Nische, sich ihren praktischen Zielkonflikten und Dilemmata stellen. Die Leitliniendebatte ist eine Chance, konstruktiv querzudenken und die schwierigen Fragen aufzuwerfen, auch wenn dabei nicht immer befriedigende Antworten herauskommen. Weiterlesen »


21. Juli 2016

Präventiver, strategischer, substantieller: Krisenprävention weiterentwickeln

von Niels Annen

Die Flüchtlingskrise zeigt die Defizite der Krisen- und Konfliktprävention: diese muss strategischer ausgestaltet und kohärenter mit Sicherheits- und Entwicklungspolitik verknüpft werden. Dazu gehört auch eine selbstkritische und ambitionierte Diskussion über strukturelle und finanzielle Verbesserungen. Weiterlesen »


21. Juli 2016

Interessengeleitet, strategisch und priorisiert: Für eine realistische zivile Krisenprävention

von Roderich Kiesewetter

Gleichzeitige Krisen im Osten und Süden erfordern eine Reaktion: Wirkungen und Fehler bisheriger Politik analysieren, Lücken herausarbeiten und in Handlungsaufträge übersetzen – für gemeinsame europäische Initiativen, bessere Frühwarnung und Early Action, und einen komplementären Einsatz ziviler und militärischer Fähigkeiten. Weiterlesen »